17. Jul
Mount Kimbie 4 like this
Im Februar 2009 haben Dominic Maker und Kai Campos alias Mount Kimbie mit ihrer ersten Veröffentlichung «Maybes» zum ersten Mal die Musikwelt auf ihren Sound aufmerksam gemacht. Dementsprechend könnte man den ersten Track «Maybes», benannt nach dem Titel der EP, als Visitenkarte der beiden Briten bezeichnen. Dieser setzt nämlich Schritt für Schritt mit einem organischen Gittarenakkord, verknüpft mit einem Dubstep Rhythmus und dann zusätzlich mit einem eingespieltem melancholischem Vokalpart, dem steten Fluss der Mount Kimbie Soundgewalt seine Merkmale, welches aber wiederum dem Hörer erschwert den Sound in nur ein Genre einzuordnen.
Diese Experimentierfreudigkeit haben sich die Beiden auf ihrem Debütalbum «Crooks and Lovers», welches diesen Monat auf dem britischen Label Hotflush Recordings erschienen ist, beibehalten und ausgearbeitet. Dies ist auf ihre Arbeitsweise zurückzuführen, denn die beiden benutzen sehr viele Samples, die sie selbst an der Gitarre oder am Schlagzeug aufnehmen. Sie scheuen sich auch nicht davor mal im Freien allmögliche Geräusche aufzunehmen oder selbst zum Mikro zu greifen und Vokalparts aufzuzeichnen. Diese Soundschnipsel sind dann aber oft schwer zurückzuführen, weil sie die Aufnahmen geschickt digital verfremden bevor sie diese in ihre Stücke einbauen.
Auch bei Live Auftritten versuchen Mount Kimbie möglichst viele elektronisch und akkustisch erzeugte Klänge zu verbinden indem sie bei ihren Gigs die Bühne mit Liveinstrumenten wie Snaredrums oder Gitarren ausstatten und diese dann während des Sets samplen und loopen.
Wie zum Beispiel hier auf dem Off Centre Festival in Amsterdam:
Ihr Debütalbum «Crooks and Lovers» gibts (schon) auf hhv.de und (ich denke auch bald) auf iTunes zu kaufen! Ein erster Anspieltipp meiner Wenigkeit wäre «Before I Move Off»... enjoy!


Mondkultur:
Den Startschuss gibt das Nischenmagazin „
Die Idee zu „Uptown Strut“ war geboren, doch der Schritt, tatsächlich mit einem Printmagazin in einem musikalischen Nischenbereich an den Start zu gehen, kostete Überwindung. Berghaus auf die Frage wie viel Mut es letztendlich brauchte: „Ich denke mit Mut hat das nicht viel zu tun, eher mit Wahnsinn.“ Immer noch wird fleißig darauf hingearbeitet, dass sich das Projekt am Ende wenigstens selber trägt. An Zuversicht und Motivation mangelt es nicht und man gibt sich überzeugt, das aufwendig und sorgfältig hergestellte Magazin etablieren zu können – eben „als kleines Nischenprodukt für wenige Liebhaber, ähnlich dem Vinyl als Tonträger.“ Mit den Liebhabern sind jedoch keineswegs ausschließlich 45er-Single Nerds a la Keb Darge gemeint, sondern zunächst einmal jeder, der gute Musik liebt. Es wäre eine Illusion, so Berghaus, mit einem reinen Insider-Szene-Blättchen auf einem bundesweiten Markt erfolgreich sein zu können. Uptown Strut versucht folglich einen Bogen zu spannen zwischen wohlbekannten Künstlern und absoluten Geheimtipps. In der aktuellen Ausgabe hangelt man sich somit beispielsweise von Erykah Badu über Ledisi und Quantic hin zum Soul Jazz Orchestra und schließt wie immer mit einer bunten Mischung an Reviews über aktuelle Alben, Sampler und obskure 7“ Raritäten.
Nujabes
Schon seit mindestens 17 Jahren ist
Seit dem 23.3.2010 ist das neue Album des Prinzen da, erhältlich einzig als Paket mit einem TShirt, auf dem eine Illuminatenillustration prangt. Der Titel, das Erscheinungsdatum und die 333 auf dem Cover geben schon an, dass sich der Prinz wieder einmal den Verschwörungstheorien hingegeben hat. Über 13 Tracks hinweg ist dies das zentrale Thema der sehr langen EP, aber nicht das einzige. So ist unter anderem "Nie Wieder" mit Casper enthalten, das ja schon vor einiger Zeit auf eine Juice-CD als Exclusive gepresst war. Genauso ist auch der Beat und Refrain von "Illuminati Reflux" sowie derselbe Refrain bei "Illuminati Res Medias" seit "Illuminati" vom letzten Album Teenage Mutant Horror Show 2 bekannt. Der Rest ist komplett neu, beim Rappen wird Pi von Basstard (der außerdem Backgroundvocals liefert), Justus (eine sehr erfreuliche Überraschung für mich), Grzegorz (der mehr singt und zusammen mit Nico KIZ aka WassBass auch produziert), Casper, Jonarama (als 333SDK) und E-Rich unterstützt. Bei der Musik hat sich Porno ab und an selbst produziert, sonst zeichnen sich für die Beats die Royals, Bobby Johnson, Big Flexx, WassBass natürlich, Purple Maze und kein anderer als Biztram verantwortlich. 

