04. May
Mondkultur Podcast Vier: DJ Morgoth - Mondkultur MashMix 7 like this
Besser spät als nie! Getreu diesem Motto kommt der April-Podcast erst im Mai. Warum auch nicht(?).
Der Gast ist diesmal DJ Morgoth aus dem schönen Berlin, seines Zeichens Bootlegger durch und durch, der uns mit einem einstündigen Mix einen Blick in die Welt zeitgenössischer MashUp-Parties werfen lässt.
Es folgt das Interview, zu guter Letzt dann der Player mit dem Mix, den man sich auch mit einem Klick auf das Cover herunterladen kann. Viel Freude beim Hören, ich hoffe, es gefällt euch so gut wie mir!
Wie bist du zu Mashups gekommen?
Ich selber komme aus der Heavy Metal Szene (daher auch der Name DJ Morgoth), aber ich habe schon immer den Drang dazu gehabt auch andere Musikstile zu hören oder experimentelles Zeug zu entdecken. 2003 bin ich dann das erste Mal mit Bastard Pop & Mashups in Kontakt gekommen und seitdem hat es mich einfach nicht mehr losgelassen. Ich glaube, eines meiner ersten Mashups, welches ich gehört hatte, war der Nena vs. Eminem Mix.
Wie machst du deine Mashups?
Derzeit produziere ich meine Mashups mit Sony Acid Pro. Im klassichen Weg einer Mashup-Produktion mischt man die Instrumental-Spur von Song A mit der Vocal-Spur, auch Acapella genannt, von Song B. Dabei sollte immer das Ziel sein einen eigenständigen Song zu kreieren, der erstens für sich alleine stehen kann und zweitens womöglich auch besser ist als die Originallieder. ;-)
Wie lange produzierst du schon Mashups?
Ich habe bereits 2004 mal einen Versuch gewagt ein Mashup zu erstellen, bin damals allerdings durch nicht vorhandene Software ein wenig daran gescheitert. Meine erstes semi-professionelles Bootleg habe ich dann im November 2006 veröffentlicht und seitdem wurden sie natürlich auch besser und besser...hoffe ich zumindest. ;-)
Wer oder was beeinflusst dich in deinen Produktionen?
Vieles. Zum einen mein musikalischer Background. Viele meiner Trackz sind ein wenig Heavy Metal orientiert oder haben Alternative und Rock-Musik als Grundlage. Zudem bin ich ein großer Fan der 80er, also kommen von hier auch sehr viele Inspirationen. Und dann waren da noch DJs und Producer wie Party Ben oder DJ Schmolli, die mich erst so richtig auf den Mashup-Trip gebracht waren.
Wie viele Mashups hast du bisher produziert?
Das ist eine gute Frage. Ich glaube derzeit sind es etwas mehr als 100 veröffentlichte Bootlegs. Wobei man sagen muss, auf BOOTIE-Partys etc. spiele ich diese eher weniger, da doch nicht alle "partytauglich" sind, mal abgesehen von Gassenhauern wie BlurDemmi. Ich produziere halt lieber Trackz aus meiner Vergangenheit etc. und denke mir, ach, die Dancefloor-Trackz können auch andere produzieren. ;-) Aber von Zeit zu Zeit kommt auch mal so ein Dancefloor-Kracher dazwischen. ;-)
Was kommt von dir auf uns zu?
Sehr viel. Zum einen neue Trackz. Ich habe selber in letzter Zeit eher weniger produziert, da mich die BOOTIE Arbeit ziemlich eingespannt hat, aber das wird jetzt auch wieder besser. Ich habe noch so viele kranke Ideen im Kopf, die muss ich einfach umsetzen. Des Weiteren sind wir DJs von BOOTIE Berlin (Mashup-Germany, Dr.Waumiau und ich) an einigen spannenden Projekten dran, die bald das Tageslicht erblicken werden... seid gespannt.
Willst du noch was loswerden?
Na logo! Alle Leute, denen unser Mashup-Sound gefällt, sollten mal bei einer unserer zahlreichen BOOTIE Parties, zum Beispiel im Berliner Kiez Club Cassiopeia vorbeischauen. Jeden 3. Freitag rocken wir hier getreu unserem Motto: "Wir ruinieren deine Lieblingslieder!"
Nach zwei Monaten Mondkultur ist es nun endlich Zeit für unsere erste Künstlervorstellung. Wie anfänglich angekündigt werden wir versuchen jeden Monat einen Künstler im Rahmen von einem monatlichen Podcast vorzustellen. Die ersten zwei Podcasts waren Selections von Svetnik und Dorades, doch nun haben wir zu unserem Debüt den Linzer DJ Abillity gefragt, der sich für uns die Zeit genommen hat einen kleinen Podcast zusammen zu stellen und zusätzlich noch ein paar Fragen zu beantworten.

